Informationen über Erkrankungen, Behinderungen oder Beeinträchtigungen im Kindes- und Jugendalter

Nach wissenschaftlichen Untersuchungen gelten 10-15% aller Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter als chronisch krank.

(vgl. Astrid Kimmig, Chronische Krankheiten im Schulalter, Tübingen 2006)

Bei dieser Schülerpopulation, die langandauernd oder wiederkehrend erkrankt ist, ist grundsätzlich von einem besonderen Förderbedarf auszugehen. Der allgemeinen Schule kommt hier die Aufgabe zu, drohendem Leistungsversagen und anderen durch Krankheit bedingten Beeinträchtigungen entgegenzuwirken. Kranke Schülerinnen und Schüler haben veränderte Lernausgangslagen, so dass sie in vielen Fällen ohne besondere pädagogische Hilfen oder Beratungsangebote durch die "Schulen für Kranke" nicht ausreichend gefördert werden können. Die sich aus der Krankheit und der besonderen Unterrichtssituation ergebenden Belastungen sind in den Schulalltag einzubeziehen und ärztliche Therapiemaßnahmen adäquat zu berücksichtigen. (vgl. Hessisches Kultusministerium, Richtlinien für Unterricht und Erziehung kranker Schülerinnen und Schüler, Wiesbaden 2007)

Eine Pädagogik bei Krankheit ist als Auftrag zu verstehen, Gesundheit und Krankheit im Sinne eines ganzheitlichen Verständnisses zu begreifen, die besonders der Prävention, aber auch der Rehabilitation und Reintegration zu dienen hat. Basale Ziele sind hier die Bereitstellung von Unterstützungsmaßnahmen zur Bewältigung des Krankheitsschicksals. Dazu dient, Kinder und Jugendliche trotz Krankheit zum Lernen zu motivieren, gesunde Funktionen zu stärken und zu entwickeln, Beeinträchtigungen zu kompensieren und damit leben zu lernen sowie ihnen Hilfen zur Bewältigung der gegenwärtigen Situation zu geben.

Die Befürchtung, durch Krankheit im sozialen Kontext stigmatisiert zu werden, bedeutet für chronisch kranke Schülerinnen und Schüler häufig die Geheimhaltung ihrer Probleme. Das macht das Bemühen von Lehrerinnen und Lehrern oft schwierig, unterstützend helfen zu können. Dennoch bleibt als zentraler Auftrag aller Schulen die Forderung, kranken Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu belassen, in größtmöglicher Freiheit und Selbstbestimmung die an sie gestellten Aufgaben erfüllen zu können. Gerade diese Freiheit benötigt ein hohes Maß an Empathie, menschlicher Wärme und fachlicher Kompetenz. Besonders bei der Umsetzung rechtlich etablierter Maßnahmen (z.B. beim Einsatz eines "Nachteilsausgleichs") bedarf es der Kreativität der allgemeinen Schulen, zum Wohle eines erkrankten Schülers Hilfsangebote zur Verfügung zu stellen. Hier liegt der besondere Beratungsauftrag der "Schulen für Kranke", bei der Umsetzung behilflich zu sein.

Bei der nachfolgenden Beschreibung einzelner Krankheitsbilder soll neben dem Charakteristikum einer Krankheit besonders die pädagogische Dimension hervorgehoben werden, um die Integration in den schulischen Alltag gelingen zu lassen bzw. im Sinne präventiver Maßnahmen den Verbleib in der vertrauten Schulgemeinde anzustreben.

Weitere Darstellungen von chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter sollen zukünftig die bereits beschriebenen Krankheitsbilder ergänzen.

Links für zusätzliche Angaben dienen dabei der ausführlicheren Information und dem Verweis auf unterstützende Selbsthilfegruppen.
 

Schulprogramm

Die SCHULE FÜR KRANKE betreut Schülerinnen und Schüler, „die ...
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Fortbildungsangebot - 2017

Beratung

Als überregionales Beratungs- und Förderzentrum ...
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P.U.L.S.

Schwer- oder langzeiterkrankte Kinder
und Jugendliche, die ...
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Schulflyer

Die Heinrich-Hoffmann-
Schule ist eine ...
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