Autismus

1. Beschreibung des Krankheitsbilds

Autistische Störungen sind tiefgreifende Entwicklungsstörungen, die mit Einschränkungen in allen Lebensbereichen einhergehen. Sie beieinträchtigen die betroffenen Menschen in ihrem gesamten Kommunikations- und Interaktionsverhalten.

Spezielle Auffälligkeiten treten sowohl im kognitiven, als auch im sprachlichen, motorischen, emotionalen und interaktiven Bereich auf.

Der so genannte frühkindliche Autismus / Kanner Syndrom (ICD-10, F84.0) zeigt sich bereits vor dem 3. Lebensjahr. Betroffene Kinder können meist soziale und emotionale Signale nur unangemessen einschätzen, machen von vorhandenen sprachlichen Fähigkeiten oft wenig Gebrauch und fallen durch stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten auf.

Das Asperger Syndrom (ICD-10, F84.5) unterscheidet sich davon in erster Linie dadurch, dass keine Entwicklungsverzögerungen bzw. kein Entwicklungsrückstand in der Sprache oder der kognitiven Entwicklung vorhanden ist. Die meisten Menschen mit Asperger-Syndrom besitzen eine normale allgemeine, in Teilgebieten besonders hohe Intelligenz, sind jedoch üblicherweise in ihren Bewegungen auffällig ungeschickt.

2. Schulalltag und Empfehlungen für den Pädagogen

Kinder und Jugendliche mit autistischen Verhaltensweisen lernen nicht grundsätzlich anders als ihre Mitschüler, sodass ein im Vorfeld bestimmter Förderort nicht festgelegt werden kann. Erst eine differenzierte medizinisch / psychologische Diagnose und die Feststellung des besonderen oder sonderpädagogischen Förderbedarfs dienen im Einzelfall als Grundlage für die Organisation der bestmöglichen Förderung.

Die Bereitstellung eines Schulbegleiters (Eingliederungshilfe) kann eine integrative Beschulung unterstützen. Schulische Förderung muss sich im Wesentlichen auf Strukturierungshilfen sowie auf die Entwicklung sozialer und sozialkommunikativer Fähigkeiten beziehen. Grundlage der Leistungsbewertung sind die Anforderungen der Richtlinien und Lehrpläne der jeweiligen Bildungsgänge unter Einbeziehung des Nachteilsausgleichs.

Schülerinnen und Schüler mit autistischen Verhaltensweisen sind in besonderer Weise auf  Zuwendung und Vertrauen angewiesen und brauchen von Lehrkräften und Mitschülern oft viel Geduld und Akzeptanz.

3.Weitere Informationen

Autismus Deutschland e.V.

Bebelallee 141

22297 Hamburg

Tel.: 040 / 5110813

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.autismus.de

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