Skoliose

 1. Beschreibung des Krankheitsbildes

Die Skoliose ist eine Krankheit unbekannter Ursache mit seitlicher Verbiegung der Wirbelsäule von über 10 Grad mit Verdrehung der Wirbelkörper. Die seltenere Form beginnt im Säuglings- und Kindesalter, hier sind Jungen und Mädchen gleich häufig betroffen.

Die während der Pubertät beginnende adoleszente Form betrifft häufiger Mädchen und ist oft mit einem Hohlrücken kombiniert. Die Verbiegung liegt meistens auf der Höhe der Brustwirbelsäule und ist meist C-förmig, seltener S-förmig.

Es stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Krankengymnastik: Hier ist der Therapieerfolg sehr unterschiedlich. Täglich müssen selbständig Übungen gemacht werden, dazu kommt zwei bis drei mal wöchentlich Krankengymnastik.
  • Gips- oder Korsettbehandlung: Die Gips- oder Korsettbehandlung wird bei stärker ausgeprägten Skoliosen durchgeführt, die nicht operativ behandelt werden müssen. Die Korsettbehandlung muss bis zum Abschluss des Wachstums durchgeführt werden.

Das Korsett muss täglich getragen werden, es lässt sich nicht verbergen und schränkt die Bewegungsmöglichkeit ein.

  • Operation: Bei sehr ausgeprägten Skoliosen wird die Verkrümmung operativ aufgerichtet und versteift. Dies bedeutet eine eingreifende Operation und einen längeren Aufenthalt im Krankenhaus.

2. Schulalltag und Empfehlungen für den Pädagogen

Das Tragen eines Korsetts ist für viele Kinder und Jugendliche mit Scham verbunden und wird oft als psychische Belastung erlebt. Daher wird das Korsett oft täglich deutlich kürzer getragen, als vom Arzt verordnet und somit der Behandlungserfolg gefährdet. Um Hänseleien durch Mitschülervorzubeugen, sollte der Schüler / die Schülerin und seine / ihre Eltern zu einem offenen Umgang mit der Krankheit ermutigt und dabei unterstützt werden. Dazu gehört auch, dass die Mitschüler angemessen über die Krankheit informiert werden, wenn die Betroffenen das wünschen. Eine Information der Klasse ist selbstverständlich nur mit Einverständnis des betroffenen Schülers / der Schülerin und dessen / deren Eltern möglich und erlaubt. Wenn sich der Schüler / die Schülerin an das Korsett gewöhnt hat, ist für den Unterricht meist keine besondere Rücksichtnahme nötig. Allerdings sollte ein Kind mit Wirbelsäulenproblemen nicht schwer tragen müssen. Zu überlegen ist daher, ob eventuell ein zweiter Satz Bücher angeschafft werden sollte, der in der Schule verbleibt, damit der Schüler/die Schülerin die Bücher nicht jeden Tag in die Schule tragen muss. Bei

längeren Krankenhausaufenthalten ist es wichtig, den Schüler/die Schülerin im Bewusstsein der Klasse zu halten und die Klasse zu ermuntern, den Kontakt zu ihm / ihr per Brief, Email, Telefon oder durch Besuche zu halten. Eventuell können Nachteilsausgleichsregelungen wegen langer Fehlzeiten und / oder eine unbenotete Teilnahme am Sportunterricht erforderlich sein.

3. Weitere Informationen

Bundesverband Skoliose-Selbsthilfe, Interessengemeinschaft für Wirbelsäulegeschädigte

Sonnenhalde 5a, 74838 Limbach
Tel: 0177-7323334 (Mobilfunknummer)
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.bundesverband-skoliose.de
www.skoliose-info-forum.de

www.dgkjp.de

PDF_k  downloaden

Schulprogramm

Die SCHULE FÜR KRANKE betreut Schülerinnen und Schüler, „die ...
weiter lesen

Fortbildungsangebot - 2017

Beratung

Als überregionales Beratungs- und Förderzentrum ...
weiter lesen

Beratungsangebot zum Autismusspektrum ...

weiter lesen

P.U.L.S.

Schwer- oder langzeiterkrankte Kinder
und Jugendliche, die ...
weiter lesen

Schulflyer

Die Heinrich-Hoffmann-
Schule ist eine ...
weiter lesen