Onkologische und hämatologische Erkrankungen

1. Beschreibung des Krankheitsbildes

Krebs ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl verwandter Krankheiten, bei denen Körperzellen unkontrolliert wachsen, sich teilen und gesundes Gewebe verdrängen und zerstören können. Krebs hat unterschiedliche Auslöser. Die häufigsten onkologischen / hämatologischen Erkrankungen sind:

  • Akute Leukämien (Blutkrebs)
  • Lymphome (Lymphknotenkrebs)
  • Hirntumore
  • Knochentumore / Weichteiltumore
  • Keimzelltumore
  • Anämien
  • Immundefekte

Die Krebserkrankung eines Kindes oder Jugendlichen bedeutet zunächst immer ein lebensbedrohliches Ereignis, das einschneidende Veränderungen mit sich bringt.

Nach der Diagnose einer Krebserkrankung erfolgt eine mehrmonatige intensive Therapie (Chemo- und / oder Strahlentherapie, eventuell Operation). Zwischen den verschiedenen Therapieblöcken können die PatientInnen meist nach Hause gehen. Durch die Therapie ist jedoch das Immunsystem stark geschwächt und das Aussehen durch Medikamente und Haarausfall gravierend verändert. Manche Kinder / Jugendliche müssen nach der Erkrankung mit einer körperlichen Beeinträchtigung oder sogar Behinderung leben, ein Teil der Kinder / Jugendlichen stirbt während oder nach der Behandlung.

2. Schulalltag und Empfehlungen für Pädagogen

Für lebensbedrohlich erkrankte Schülerinnen und Schüler ist der Anschluss and das normale Leben besonders wichtig – das bedeutet der Anschluss an die Klasse. Die Schülerinnen

Schüler werden in der Klinik und zu Hause in den Hauptfächern unterrichtet, soweit es ihr Gesundheitszustand erlaubt. Der Hausunterrichtsantrag wird in der Regel bereits in der Klinik von den Lehrkräften gemeinsam mit den Eltern vorbereitet und über die Heimatschule an die zuständige Schulbehörde weitergeleitet. Nach der Aufnahme des Kindes / Jugendlichen nehmen die Lehrkräfte in der Klinik umgehend Kontakt mit der Heimatschule auf und informieren, nach Rücksprache mit den Eltern, über das Krankheitsbild und die damit verbundenen Lebensveränderungen. Auf Wunsch werden die Lehrkräfte der Heimatschule auch über den Umgang mit der Erkrankung und ihren Folgen beraten.

Die Reintegration der Schülerin oder des Schülers sollte, insbesondere bei verbliebenen Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen, vorab mit der Heimatschule gut vorbereitet werden. In manchen Fällen muss aber für das Kind / den Jugendlichen eine neue Klasse oder sogar Schule gefunden werden. Für die ersten Zeiten in der Schule sollten die verschiedenen Möglichkeiten eines Nachteilsausgleichs unbedingt mit den Lehrkräften der Klasse besprochen werden. Ein Wiedereinstieg in die Schule kann auch zuerst stundenweise erfolgen. Die Kliniklehrkräfte stehen während und nach der Reintegration auch weiterhin beratend zur Verfügung.

3. Weitere Informationen

www.kinderkrebsstiftung.de

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