Neurologische Erkrankungen

1. Beschreibung des Krankheitsbildes

Bei neurologischen Erkrankungen handelt es sich um eine heterogene Gruppe akuter und chronischer Erkrankungen des Nervensystem und des Bewegungsapparates. Neurologische Erkrankungen können u.a. folgende Bereiche umfassen:

  • Akute Erkrankungen des Zentralnervensystems
  • Anfallserkrankungen
  • Migräne, akute und chronische Kopfschmerzen
  • Entwicklungsauffälligkeiten
  • Neuromuskuläre Erkrankungen
  • Schlafstörungen
  • Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma und anderen das Nervensystem verletzende Erkrankungen (z.B. Tumore, Gefäßerkrankungen des Gehirns)
  • Sprech-, Sprach- und Stimmstörungen

Neurologische Erkrankungen reichen von vorübergehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis zu lang andauernden, schwersten, vorübergehenden oder bleibenden Behinderungen. Sie machen sehr unterschiedliche pädagogische Maßnahmen notwendig.

2. Schulalltag und Empfehlungen für Pädagogen

Entscheidend für die der jeweiligen Situation angepasste adäquate Unterstützung des erkrankten Schülers im Unterricht ist ein guter regelmäßiger Informationsaustausch zwischen den Pädagogen einerseits und dem Schüler, seinen Eltern und gegebenenfalls – das Einverständnis der Eltern vorausgesetzt - den behandelnden Ärzten.

Migräne und andere chronische Kopfschmerzen sind im Kindes- und Schulalter nicht selten.
5 % - 10 % der Schulkinder haben Migräne, d.h. in jeder Schulklasse gibt es, statistisch gesehen, ein bis drei Schüler mit dieser Erkrankung. Bei Schülern mit chronischen Kopfschmerzen ist es sinnvoll, Informationen über Auslöser, Ausmaß und Dauer der Schmerzen, gegebenenfalls auch über eine eventuelle Medikation und Nebenwirkungen der Medikamente einzuholen. Der Austausch aller Beteiligten ist eine wesentliche Voraussetzung

dafür, den Unterricht auf die besondere Situation des Schülers abzustimmen und eine Über- oder auch Unterforderung zu vermeiden. Bei schwerwiegenden Erkrankungen des Gehirns können vorübergehende oder bleibende Funktionsausfälle, z.B. der Sprache, Motorik oder Kognition nicht ausgeschlossen werden. Die geeigneten pädagogischen Maßnahmen reichen von gezielter Einzelförderung durch besonders geschultes Personal mit dem Ziel der Wiedereingliederung in die bestehende Lerngruppe der Stammschule bis hin zur Schullaufberatung des Schülers und eventuell der Anbahnung eines Schulwechsels.

3. Weitere Informationen

Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Reinhardtstr. 14
10117 Berlin
Tel.: 030 – 531437930
Fax: 030 – 531437939

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.dgn.org

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